Weiterbildung, Beratung
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Gesamtangebot der “Akademie im IWBB” (Institut für Wissenschafts- und Bildungsforschung Bielefeld)

(Durch Anklicken der o.g. Punkte können Sie direkt zu den spezifischen Abschnitten springen)

I. Adressaten der Angebote

Aufgrund der eigenen Biographie und Erfahrungen in Wissenschaft und Hochschulpraxis sind Angebote in hochschul- bzw. wissenschaftsbezogener Weiterbildung, Beratung und Begleitung für ein breites Spektrum von Entwicklungsprozessen und Personengruppen entstanden. Im einzelnen betrifft dies:

  1. Hochschul-, Fakultäts-, Fachbereichsleitungen (Präsidien, Dekanate u.ä.)
  2. Mitglieder von Stäben in Ministerien, Wissenschaftsorganisationen und Hochschulverwaltungen (zentrale, dezentrale Ebene)
  3. Wissenschaftliche Mitglieder von Fakultäten in Lehre, Forschung, Selbstverwaltung, Lehrstuhlmanagement (insbesondere Auf- und Ausbau der Lehrkompetenz für Nachwuchswissenschaftler/innen)
  4. Studierende (als Lernende, Beratende, Leitung von Tutorien u.ä.)
  5. Multiplikatoren in o.g. Themen (Lehrkräfte in der Aus- und Weiterbildung/Erwachsenenbildung mit Hochschulbezug), deren Aus- und Weiterbildung.
II. Grundidee der Angebote: Kompetenzerwerb zur allseitigen Professionalisierung der Aufgaben in und gegenüber Hochschulen
Hochschulen nehmen ein breites Spektrum von Aufgaben für die Gesellschaft wahr. Forschung, Lehre, Beratung, Prüfung, Studiengangsentwicklung und Studienreform, Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses, Weiterbildung, Wissenstransfer, Evaluation sind die wichtigsten Stichworte. Dazu sind spezifische, vielfältige Kompetenzen notwendig. Die Verfolgung dieser Aufgaben macht inneren Verwaltungsaufwand notwendig, den zu organisieren ebenfalls besondere Kompetenzen erfordert. Die großbetriebliche Erzeugung und Weitergabe von Wissen hat in den letzten 40 Jahren nicht nur eine große Ausdehnung der Zahl der Professuren und wissenschaftlichen Mitarbeiter bzw. Assistenten gebracht; die nur in einer verdichteten Kommunikation zusammenarbeiten können und - soweit Nachwuchs - auch intensiv betreut werden müssen. Die Expansion hat außerdem zu großen Stäben von technischem und Verwaltungspersonal geführt, die ebenfalls professionell geführt werden müssen. Die Forschungsförderung des Staates ist seit den 70er Jahren zunehmend statt einer Steigerung von Ausstattungsmitteln der Hochschulen („Bordmitteln“) in große Forschungsförderorganisationen umgelenkt worden, aus denen Forschungsmittel nur über sorgfältige Projektanträge und kollegiale Kontrolle (Begutachtung) gewonnen werden können. Viele der Projekte finden in Teamforschung statt.
Aus diesem ganzen Spektrum beruflicher Anforderungen bereitet die Universität ihren Hochschullehrernachwuchs verläßlich nach wie vor ausschließlich auf individuelle Forschung vor. Alle anderen Kompetenzen werden von den Individuen zur Zeit noch in einem mühsamen Trial and Error-Verfahren mehr schlecht als recht erworben. Immer wieder ist fest zu stellen, dass neu gewählte Hochschulleitungen und Dekane in keiner Weise auf die Aufgaben vorbereitet sind, die auf sie warten - gravierende Versäumnisse oder Fehlentscheidungen zum Nachteil der Studierenden als Einzelpersonen, der Erzeugung hochqualifizierter Arbeitskräfte, der Forschungsinfrastruktur, der öffentlichen Finanzen oder der Hochschule als Ganzer können die Folge sein. Das sind vorwissenschaftliche Verhältnisse. Oft angemahnt, noch immer nicht geändert: Die Hochschulen erzeugen für ihre Entwicklung notwendiges Wissen, beziehen es aber nicht (ausreichend) auf sich selbst. Es kommt hinzu, dass der Wandel der Hochschulen als Institution (Stiftungshochschulen, Kosten- und Leistungsrechnung usw.) das Berufsbild der Hochschullehrer in seinen Anforderungen so verändert, dass hier gründlich umgedacht werden muss. Viele Funktionen werden künftig mit dem noch immer verbreiteten Bewusstsein, hier würden Forscher mal ein Jahr aus der Forschung aussteigen und Verwaltungsfunktionen übernehmen, nicht mehr zu bewältigen sein. Schon heute ist es für einen Fachbereich eine mittlere Katastrophe, wenn jemand Dekan wird, „dem diese Tätigkeit nicht liegt“. (Naturbegabung wird gesucht; von systematisch erworbenen Fähigkeiten für diese Funktion spricht sowieso noch kaum jemand).
Alle zur Lösung der heutigen inneren Probleme der Hochschulen notwendigen Konzepte sind entwickelt und prinzipiell verfügbar. Ihre Existenz bleibt mangels Interesse weithin unbekannt - soweit bekannt bleiben die Konzepte unrezipiert, z.T. werden sie gezielt abgedrängt. Das stellt eine gravierende gesellschaftliche Fehlentwicklung dar. Dieser Status kann nicht länger aufrecht erhalten werden.
 

(Aus: Wolff-Dietrich Webler: „Professionelle Ausbildung zum Hochschullehrer. Modularisierter Auf- und Ausbau der Forschungs- und Lehrkompetenz sowie des Wissenschaftsmanagements in einem Curriculum“. In: Das Hochschulwesen 52(2004)2, S. 66-74.)

III. Die Angebote im einzelnen:
Das nachfolgende Veranstaltungsangebot geht auf intensive Bedarfsstudien und die jahrelange Zusammenarbeit mit den Teilnehmer/innen an diesen Veranstaltungen und deren Feedback zurück. Es ist seit Mitte der 70er Jahre allmählich herangewachsen.

(Die Inhalte der spezifischen Veranstaltungen für die einzelnen Adressatengruppen finden Sie auf der Homepage des IWBB (www.iwbb.de) unter "Die Akademie")

1. Hochschul-, Fakultäts-, Fachbereichsleitungen (Präsidien, Dekanate u.ä.)

  • Hochschulleitungen,
  • Dekanatsmitglieder

2. Mitglieder von Stäben in Ministerien, Wissenschaftsorganisationen und Hochschulverwaltungen (zentrale, dezentrale Ebene)

  • Dezernenten,
  • Planer in Hochschulstäben
  • Fachbereichsreferent/innen
  • Qualitäts- und Bologna-Beauftragte
  • Präsidial-, Rektorats-, Dezernats- und Dekanatssekretärinnen bzw. Assistentinnen der Hochschulleitung
  • und weitere Mitglieder der Hochschulverwaltung
  • Mitglieder der Stäbe von Wissenschaftsorganisationen
  • Mitglieder von Grundsatz- und Hochschulabteilungen der Wissenschaftsministerien

3. Wissenschaftliche Mitglieder von Fakultäten in Lehre, Forschung, Selbstverwaltung, Lehrstuhlmanagement (insbesondere Auf- und Ausbau der Lehrkompetenz für Nachwuchswissenschaftler/innen)

  • Wissenschaftler/innen in Forschung, Selbstverwaltung, Lehrstuhlmanagement
  • Novizen und erfahrene Lehrende
  • Projektmanager in Studienreform- und anderen Innovationsprojekten

4. Studierende (als Lernende, Beratende, Leitung von Tutorien u.ä.)

  • Allgemeinen Studierendenausschüsse (ASten, speziell Hochschulreferate) und Fachschaften, vor allem in Beratungsaufgaben
  • Studierenden in der Studieneingangsphase sowie Tutorinnen und Tutoren

5. Multiplikatoren in o.g. Themen, deren Aus- und Weiterbildung

  • Aus- und Weiterbildung für Multiplikatoren, die selbst Moderation und Beratung in Entwicklungs- und Wandlungsprozessen in Hochschulen (Change Management) also Organisationsentwicklungsprozessen anbieten: Hochschulberater und -entwickler
  • Lehrkräfte in der Aus- und Weiterbildung/Erwachsenenbildung mit Hochschulbezug
    sowie
  • Moderatoren bzw. Multiplikatoren beim Erwerb der Lehrkompetenz.
IV. Liste der demnächst stattfindenden Veranstaltungen


10. und 13. Februar 2007
Evaluation und Reflexion eigener Lehrtätigkeit. Universität Osnabrück

24./25. Februar 2007
Motivierendes Lehren und Lernen. Universität Lüneburg

16./17. Februar 2007
Evaluation und Reflexion eigener Lehrtätigkeit. Universität Kassel

27./28. Februar 2007
Planung und Gestaltung von Lehrveranstaltungen. Universität Osnabrück

27. März 2007
Dekanefortbildung: Kommunikation (einschl. Sitzungsmanagement), Kooperationsklima, Identifizierung mit dem Fachbereich: Fachbereichskultur (Reihe Erfolgreiches Management im Dekanat; hochschulübergreifende Weiterbildung Niedersachsen), Universität Kassel

April 2007 (genauen Termin bitte erfragen)
Planung und Durchführung von Prüfungen in modularisierten Studiengängen. Universität Düsseldorf

24. und 26. April 2007
Interdisziplinarität, Praxisbezug, Fallansatz, Problem- und Projektorientierung als Lehransatz.
Teilablösung der traditionellen Lehre entlang der Systematik des Faches - zugunsten der Neugier. Universität Osnabrück

7. Juli 2007
Planung und Gestaltung von Lehrveranstaltungen (ggf. in modularisierten Studiengängen). Universität Kassel


Kontakte und Anmeldung je nach Ort bei:

Franz Wirtz, Personalentwicklung und Weiterbildung, Universität Osnabrück, Neuer Graben/Schloß, 49074 Osnabrück, Tel: 0541-969-4327, Fax: -969-4950 bzw. Ute Weber, -4937, franz.wirtz@uni-osnabrueck.de, Ute.Weber@uni-osnabrueck.de

Dr. Thomas Köcher, Universität Bremen, Referat Lehre und Studium, Tel: 0421/218-7780, hddg@uni-bremen.de

Alexandra Stier, Universität Oldenburg, a.stier@uni-oldenburg.de; Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, Stabsstelle Studium und Lehre, Arbeitsstelle Hochschuldidaktik, Ammerländer Heerstr. 114-118, 26129 Oldenburg, Fax: 0441/798-194743

Anne Höhmann (Ass.jur.), Abt. III E, Personalentwicklung - Weiterbildung des Hochschulpersonals, Universität Kassel, 34109 Kassel, 0561-804-2196 (6606), e-mail: hoehmann@uni-kassel.de bzw. Evelyn Errichiello, Universität Kassel, Personalentwicklung - Weiterbildung, Mönchebergstr. 19B, 34109 Kassel, Tel.: 0561/804-2146, Fax: 0561/804- 2139, err@uni- kassel.de

V. Möglichkeiten für Interessierte, Veranstaltungen mit mir am eigenen Ort zu vereinbaren

Wie können Sie Veranstaltungen buchen? Zwei Wege bieten sich an: Entweder, Sie sind eine Einzelperson, die eine der Veranstaltungen oder das ganze Programm besuchen will. Dann fragen Sie im iwbb nach, wann und wo die gewünschte Veranstaltung als Nächstes stattfinden wird (ebenfalls über info@iwbb.de), wenn sie nicht als Buchungsangebot im Netz steht. Oder Sie sind Initiator/Organisator einer Gruppe von Interessent/innen, die weiter gebildet werden will. Dann nehmen Sie Kontakt mit Wolff-Dietrich Webler auf (webler@iwbb.de), um Veranstaltungen zu vereinbaren. Veranstaltungen können im IWBB selbst und vor Ort in den Hochschulen bzw. sonstigen Organisationen durchgeführt werden. Auf Wunsch können viele weitere Themen speziell vereinbart werden.

VI. Die Programme und Veranstaltungen im einzelnen

1. Hochschul-, Fakultäts-, Fachbereichsleitungen (Präsidien, Dekanate u.ä.)

1.1 Themengebiet “Fachbereichs- bzw. Fakultätsmanagement”
Eine Weiterbildungsserie für Dekane, Studiendekane und Fachbereichs-geschäftsführer/innen

I. Heutige und künftige Anforderungen an Akteure des Fachbereichs- bzw. Fakultätsmanagements
Mit der steigenden Autonomie der Hochschulen und Weitergabe der wachsenden Spielräume an die dezentralen Organisationseinheiten einerseits und der Stärkung der Fachbereichs- bzw. Fakultätsleitungen andererseits sind quantitative Zuwächse der Aufgaben verbunden, die eine sorgfältigere Organisation erfordern. Aber vor allem der qualitative Anstieg der Anforderungen macht eine Professionalisierung der Leitung von Fachbereichen bzw. Fakultäten unausweichlich. Die frühere kollegiale Koordination und Repräsentation teilautonomer Lehrstühle ist längst einem komplexen Fachbereichsmanagement gewichen, das nicht nebenher erledigt werden kann. Die Einführung gestufter Studiengänge nach Bologna-Konzept mit ihrem unerwartet hohen Beratungsbedarf, mit Kompetenzspektren, Praktika, studienbegleitenden Prüfungen, mit Modulverantwortlichen und dem Anstieg ausländischer Studierender, mit Akkreditierung, Evaluation und Reakkreditierung hat sich eine neue, aufwendige Welt in Lehre und Studium aufgetan; mit den Juniorprofessuren und ihrer Zwischenevaluation stellen sich neue, verantwortungsvolle Aufgaben der qualifizierten Nachwuchsbetreuung; mit dem Globalhaushalt und seiner dezentralen Verwaltung (auch des Personalhaushaltes), die neue Planungsdimensionen eröffnet, mit Deckelung der Summen, Bildung von Rücklagen und der steigenden Bedeutung von Drittmitteln, deren Einwerbung und aufwändigen Verwaltung, um nur einige Organisationsfelder zu benennen - mit all dem müssen Dekanatsmitglieder umgehen oder zumindest aufsichtlich-urteilsfähig Bescheid wissen. Nichts dergleichen ist Gegenstand der normalen Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses, die man selbst genossen hat: Weiterbildung ist unausweichlich, wenn der Fachbereich nicht Schaden nehmen will. Das nachfolgende Programm - von Experten, Routiniers und intimen Kennern der Hochschulszene durchgeführt - bietet hier qualifizierte Abhilfe. Jede Stunde - dort verbracht - spart viele Stunden Verwaltung und Organisation, ist zwar keine Erfolgsgarantie, aber hilft zumindest Niederlagen zu vermeiden.

II. Was können die Teilnehmer nach Absolvieren dieses Programms? (Kompetenzspektrum)
Die Teilnehmer erwerben zu allererst Kenntnisse, Sensibilität, Urteilsfähigkeit, um die anstehenden Themen nicht zu unterschätzen und differenziert sehen zu lernen; sie lernen, welche Probleme der Fachbereich selber lösen kann und auf welchen Wegen; wo die Grenzen - auch der Rentabilität einer dilettantischen “Neuerfindung des Rades” - liegen, wo Experten für die professionelle Lösung von Fachbereichsfragen zu finden sind und welche Anforderungen an professionelle Lösungen zu richten sind. Damit werden schon wichtige Schadensursachen für den Fachbereich ausgeschlossen. Wo immer zeitlich möglich, werden die Teilnehmer auch selbst befähigt, Problemlösungen zu entwickeln. Auf jeden Fall lernen sie, Meinungs- und Willensbildungsprozesse in Fachbereichen professionell zielorientiert und beschleunigend zu moderieren und natürliche Interessenskonflikte auszugleichen bzw. kompromissorientiert zu verhandeln und sich nicht als Konfliktpartei verschleissen zu lassen. Sie erwerben die Fähigkeit, Prozesse des Wandels professionell zu leiten (Change Management).

III. Veranstaltungen im Fachbereichs- bzw. Fakultätsmanagement
(Veranstaltungsform: Zwischen Halbtags- und 2-Tage-Blockveranstaltungen vereinbar, verteilt über mehrere Termine oder als Blockveranstaltung; i.d.R. eintägige Veranstaltungen)

Veranstaltungen für Hochschul- und Fachbereichsleitungen gleichermassen

  1. die Hochschule in ihrer Region (Nachbarhochschulen, Verhältnis Hochschule/Stadt, Regierungsbezirk, IHK, Kirchen, Gymnasien usw.)
  2. Internationaler Austausch (Programmatik, DAAD, Partnerhochschulen, Dozenten- und Studierendenaustausch usw.)
  3. Aufbau von “schlanken”, effektiven Qualitätssicherungssystemen: Qualitätsmanagement in Forschung, Lehre und Studium (Prozesse der Evaluation in Forschung und Entwicklung; effektive und effiziente Evaluation von Lehre und Studium - Etablierung eines Frühwarnsystems)
  4. Steuerung durch Zielvereinbarungen zwischen Hochschulleitung und Fachbereichen, zwischen Dekanat und Professoren - Chancen und erhebliche Gefahren
  5. Entwicklung des spezifischen Forschungs- und Entwicklungsprofils einer Einrichtung (Hochschule oder Fachbereich)
  6. Entwicklung einer professionellen Berichterstattung durch Forschungs- und Lehrberichte
  7. Entwicklung der Internationalität eines Fachbereichs/einer Hochschule in Forschung, Lehre und Studium
  8. Entwicklung des Leitbildes eines Fachbereichs/einer Hochschule
  9. Gestaltung des Wandels in Hochschulen und Fachbereichen (Professionelles Change Management).

Veranstaltungen speziell für Fachbereichsleitungen

  1. Rolle und Selbstverständnis des Dekans und des Studiendekans
  2. Zukunftsperspektiven entwickeln: Profilbildung, Strukturpläne und Zielvereinbarungen; Entwicklungsplanung für den Fachbereich
  3. Binnenstruktur der Fachbereiche: Optimale Organisation arbeitsteiliger Aufgabenwahrnehmung in fachbereichs- und fachinternen Strukturen
  4. Haushaltsmanagement, Einführung in den Globalhaushalt sowie die Kosten- und Leistungsrechnung, Haushaltsmittelvergabe
  5. Personalmanagement (“Stellen”-planung, Berufungsplanung, Personalführung, -entwicklung, -einsatz, -aufsicht)
  6. Lehrerbildung im Umbruch. Chancen und Probleme des Bologna-Prozesses
  7. Das Bologna-Konzept gestufter BA- und MA-Studiengänge ohne Fehlentwicklung: Modularisierung, Kompetenzorientierung, Leistungspunkte sowie “schlanke” studienbegleitende Prüfungen und ihre Folgen für Lehre, Studium und Prüfungen
  8. Akkreditierungs- und Evaluationsverfahren und ihre Koordination
  9. Dekane und Studierende des Fachbereichs - manchmal ein schwieriges Verhältnis, aber auch eine Chance
  10. Führung in Fachbereichen, Instituten, Arbeitsgruppen und Lehrstühlen (einschl. Personalmanagement, Nachwuchsbetreuung und Mitarbeitergesprächen)
  11. FuE-Management im Rahmen des Fachbereichs; interne FuE-Förderung durch Anreizsysteme
  12. Identität und Fachbereichskultur, soziales Klima und Kommunikation (incl. Sitzungsmanagement)
  13. Konfliktmanagement
  14. Gebäude-/Raummanagement - künftig ein Kostenfaktor
  15. Entwicklung des Forschungs- und Entwicklungsprofils einer Einrichtung (Hochschule, Fachbereich)
  16. Qualitätsmanagement in Forschung, Lehre und Studium (Prozesse der Evaluation in Forschung und Entwicklung; effektive und effiziente Evaluation von Lehre und Studium; Umstellung auf gestufte Studiengänge: Studiengangsakkreditierung und -management)
  17. Steuerung durch Zielvereinbarungen zwischen Hochschulleitung und Fachbereichen, zwischen Dekanat und Professoren - Chancen und erhebliche Gefahren
  18. Entwicklung des spezifischen Forschungsprofils eines Fachbereichs oder ganzer Hochschulen
  19. Entwicklung einer professionellen Berichterstattung durch Forschungsberichte
  20. Entwicklung des Leitbildes eines Fachbereichs/einer Hochschule
  21. Gestaltung des Wandels in Hochschulen und Fachbereichen (Change Management)
  22. Vertretung des Fachbereichs innerhalb und außerhalb der Hochschule
  23. (jedes weitere Seminarthema aus den Angeboten für andere Adressatengruppen)
  24. (viele Themen können auf Wunsch vereinbart werden).

Aus diesen Einzelthemen lassen sich 6 Module zu einem Curriculum zusammenziehen, wobei die Wahrung und Steigerung von Qualität eine Querschnittsaufgabe darstellt.

  1. Rahmenbedingungen von Hochschulen
  2. Management von Veränderungen (Nichts ist so stabil wie der Wandel)
  3. Führungsmodelle und -instrumente von Hochschulen
  4. Personalmanagement
  5. Optimierung von Lehre und Studium
  6. Optimierung von Forschung und Entwicklung.

    Weitere Informationen ggfls nachzufragen über: info@iwbb.de

Die Veranstaltungen können auch einzeln von neu eingestellten Mitgliedern der Dekanatsverwaltung, z.B. Dekanatsassistent/innen, Leitern von Prüfungsämtern und Verwaltungsleitern besucht werden.

1.2 Dekane-Weiterbildung: Ein Beispiel

Rolle und Selbstverständnis der Dekane und ihr Personalmanagement

Das Amt des Dekans ist zu einer der komplexesten Aufgaben in den Hochschulen geworden - bisher ohne systematische Vorbereitung. Weiterbildung ist unvermeidlich geworden. In der bevorstehenden Veranstaltung wird ein sehr praxisnaher Einstieg angeboten, der aktuelle Probleme aufgreift und Lösungen anbietet. Für Folgeveranstaltungen haben die Anwesenden die Möglichkeit, ihren Weiterbildungsbedarf zu benennen. Die Tagesveranstaltung bietet einen Einstieg in den Umgang mit den eigenen Aufgaben. Sie besteht aus einem Wechsel von Information, Erfahrungsaustausch und Entwicklung neuer Lösungen. Aus diesem Einstieg und Überblick können Vertiefungsbedürfnisse entstehen, die in weitere Treffen zum Konfliktmanagement, Change Management und zum Personalmanagement münden.

Beispiele im Bereich von Rolle und Selbstverständnis:

Wie gehe ich mit den widersprüchlichen Erwartungen an Dekane um (Rollenvielfalt)?

  • umsichtiger Vertreter der Gesamtinteressen des Fachbereichs
  • Verteidiger der kollegialen Interessen/Partikularinteressen des Kollegiums
  • loyaler Kollege, “der bald ins Glied zurücktreten wird”
  • Dolmetscher und Agent der Hochschulleitung
  • Sheriff (Durchsetzung von Law and Order im Fachbereich, auch gegen unmittelbare Kollegen)
  • Förderer des wiss. Nachwuchses
  • integrativer Moderator studentischer Interessen
  • Zukunftsplaner/-entwickler des Fachbereichs
  • Mediator für Konflikte (insbesondere im engern Kollegium)
  • Begrenzung des Schadens durch das Amt für die eigene Karriere als Wissenschaftler

Beispiele im Bereich des Personalmanagements:
Wie baue ich ein ausreichend komplexes System des Personalmanagements auf?

  • Entwicklung eines Personalkonzepts (darunter Personalauf- und -abbau)
  • Aufbau einer Personalentwicklung im wissenschaftlichen und nichtwissenschaftlichen Bereich
  • “Selbstergänzung in Berufungen”: Optimierung dieses Tabubereichs, Auswahlkriterien für die Besten
  • Förderkonzepte zur Förderung qualifizierten Nachwuchses
  • Aufbau von Juniorprofessuren
  • eigene Weiterbildung als Dekan.

Weitere Veranstaltungsthemen:

  • Konfliktmanagement
  • Organisation des Wandels (Change Management)
  • Führung und Kommunikation in Fachbereichen (einschl. Personalmanagement, Nachwuchsbetreuung und Sitzungsorganisation)
  • Coaching von Rektoren, Präsidenten und Dekanen
  • Themengebiet “Organisationsentwicklung, Entwicklung von Studienprogrammen, Einführung von Qualitätssicherungssystemen in Forschung, Lehre und Studium”

Bei den nachfolgenden organisationsentwickelnden Angeboten handelt es sich um ein Spektrum von Veranstaltungen, das die Einleitung bzw. Durchführung realer Veränderungsprozesse in Fachbereichen zum Ziel hat. Das Spektrum reicht von einführenden Vorträgen in Fachbereichen zur jeweiligen Thematik über die beratende Begleitung von Veränderungsprozessen, dann auch deren kontinuierlicher Moderation bis zur aktiven Betreuung solcher Veränderungen, also deren koordinierender Durchführung. Oft sind solche Prozesse auch das Ergebnis zunächst eingeleiteter Evaluationsprojekte, die vorher als Kooperationsprojekte mit dem IWBB bzw. seinem Vorgänger Projektgruppe Hochschulevaluation durchgeführt worden sind.

Themenangebote (weitere sind vereinbar):

  1. Entwicklung von Modulen in Studiengängen; Größe, inhaltliche Kennzeichnung; Verhältnis von Kompetenzen und Inhalten?
  2. Einführung von Leistungspunktsystemen; qualitative und quantitative Bewertung von Leistungen im Studium
  3. Entwicklung von Bachelor-Studiengängen und Vorbereitung ihrer Akkreditierung
  4. Entwicklung von Masterstudiengängen und Vorbereitung ihrer Akkreditierung
  5. Entwicklung der internationalen Komponenten in Studiengängen
  6. Einführung eines Systems studienbegleitender Prüfungen - Multiplikation der Korrekturlasten oder schlanke Form der Prüfungen?
  7. Einführung von (sehr schlanken!) Qualitätssicherungs- und Berichtssystemen in der Forschung
  8. Einführung von (sparsamen, aber effektiven) Qualitätssicherungssystemen in Lehre und Studium - Etablierung eines Frühwarnsystems
  9. Einführung bzw. Umwandlung von Veranstaltungen nach dem Prinzip des problembasierten Lernens (PBL)
  10. Abstimmung zwischen Fachbezug und beruflicher Qualifikation durch Studium. Kompetenzprofile von Absolventen als Leitmotiv der Curriculum- und Veranstaltungsplanung
  11. Einführung eines Programms zur Vorbereitung von Tutor/innen auf ihren Einsatz
  12. Entwicklung des spezifischen Forschungsprofils eines Fachbereichs oder ganzer Hochschulen
  13. Entwicklung einer professionellen Berichterstattung durch Forschungsberichte
  14. Entwicklung des Leitbildes eines Fachbereichs/einer Hochschule.

Weitere Informationen ggfls nachzufragen über: webler@iwbb.de

2. Mitglieder von Stäben in Ministerien, Wissenschaftsorganisationen und Hochschul-verwaltungen (zentrale, dezentrale Ebene)

2.1 Konzept

Die hier zu erfüllenden Aufgaben sind komplex. Sie lassen sich bisher nur an wenigen Orten studieren. Daher haben neu in diese Aufgaben hineinwachsende Kolleg/innen einen relativ grossen Einarbeitungsbedarf. Es fehlen sowohl systematische Überblicke als auch gezielte Vertiefungen in Spezialthemen. Aber auch einschlägig Berufserfahrene haben Weiterbildungsbedarf, der sich nicht auf Tagungen befriedigen lässt. Der Professionalisierungsbedarf auch dieser grossen Adressatengruppe steht in umgekehrtem Verhältnis zur verfügbaren Zeit; trotzdem ist gezielte Weiterbildung ökonomischer als ungebündelte eigene Aneignung im Alltag. Die Informationsbedürfnisse aller Teile dieser Gruppe sind nicht deckungsgleich, aber weisen große Überlappungsbereiche auf. Den Planern (und möglicherweise anderen Teilgruppen ebenso) ergeht es ähnlich wie den Fachbereichsreferenten: Auf ihren Schreibtischen kreuzen sich viele Vorgänge, an (fast) allen Zukunftsplanungen sind sie beteiligt, oft zu Utopien aufgefordert, sollen in (fast) allem kompetent sein - das geht nicht mit rechten Dingen zu. Spezialisten können hier in der Weiterbildung auch weiterhelfen. Nachfolgend wird ein spezielles WB-Programm bereitgestellt, mit dem Teilnehmer das für ihre Aufgaben notwendige Wissen und Können erwerben und erproben können. Naheliegender Weise gibt es Überlappungen mit anderen Adressatengruppen, aber auch spezifische WB-Bedürfnisse.

2.2 Veranstaltungen

  • Wissenschaftsfreiheit und ihre Grenzen, Autonomie, Rechtsaufsicht, Fachaufsicht usw.
  • Hochschulen als Körperschaften öffentlichen Rechts und ihre Einbindung: Hochschulrahmengesetz, Landesverfassung, Landeshochschulgesetz, Regierung, Hochschulministerium, Landtag (Wissenschaftsausschuss), Hochschulrat/Kuratorium (o.ä.)
  • Kenntnis des Aufbaus von Hochschulen (Organisation, Organe und ihre Aufgaben, Aufbau der Zentralverwaltung, Studentenwerk, Verfasste Studierendenschaft usw.)
  • Einführung und Vertiefung in das deutsche Bildungs- und Wissenschaftssystem, auch im internationalen Vergleich
  • Funktion und Aufbau von Landesrektorenkonferenz, Hochschulrektorenkonferenz
  • die Hochschule in ihrer Region (Nachbarhochschulen, Verhältnis Hochschule/Stadt, Regierungsbezirk, IHK, Kirchen, Gymnasien usw.)
  • Internationaler Austausch (Programmatik, DAAD, Partnerhochschulen, Dozenten- und Studierendenaustausch usw.)
  • Wichtigste Organe von Lehre und Studium: Dt. Akkreditierungsrat, Akkreditierungsagenturen, Senat, Fachbereichsrat, Studiendekan, Studienkommission
  • Wichtigste Organisationen in Forschung und Entwicklung (große Förderorganisationen, wichtigste Förderprogramme, Rolle der EU, Antragsverfahren und ihre Tücken...)
  • Was ist Wissenschaft? Was sind und wie sind Disziplinen organisiert? Fachkulturen. Auswirkungen auf Persönlichkeitsstrukturen. Die Fachorganisationen / Fakultätentage.
  • Was ist Forschung? Wie werden Forschungsprozesse organisiert? Haupttypen und Sozialformen der Forschung.
  • Unterschiede zwischen Schule und Hochschule. Was unterscheidet Hochschulen von anderen gesellschaftlichen Dienstleistungseinrichtungen?
  • Diversity-Management und Inclusivity sowie Gender-Aspekte im Alltagshandeln der Hochschule
  • Entwicklung von landesweiten Hochschulsystemen: Profilbildung, Schwerpunktsetzung oder Fusionen
  • Incentive- und indikatorgesteuerte Entwicklung von Hochschulleistungen: Machbarkeiten und ihre (Fehl-)Steuerungsfolgen
  • Strukturplanung in der Forschung
  • Förderung und Fehlsteuerung von Studiengängen (Modularisierung, Regelung studienbegleitender Prüfungen usw.)
  • Aufbau realistischer, ressourcenschonender Qualitätsmanagementsysteme
  • Curriculumentwicklung
  • Projektmanagement
  • Changemanagement
  • Wie arbeite ich mich ein? Sensibilitäten
  • typisches Aufgabenspektrum: offizielle und in offizielle Aufgaben
  • Beziehungsgeflecht des eigenen Arbeitsplatzes: Verbindungen und Abgrenzungen
  • Zeitmanagement
  • (jedes weitere Seminarthema aus den Angeboten für andere Adressatengruppen)

    Viele Themen können spezifisch vereinbart werden.

3. Wissenschaftliche Mitglieder von Fakultäten in Lehre, Forschung, Selbstverwaltung, Lehrstuhlmanagement (insbesondere Auf- und Ausbau der Lehrkompetenz für Nachwuchswissenschaftler/innen)

3.1 Konzept

Für viele Tätigkeitsfelder von Professoren ist in der Vergangenheit in der akademischen Karriere nicht ausgebildet worden; auch sind neue Anforderungen hinzugekommen. Dazu zählen die noch immer steigende Bedeutung der Drittmitteleinwerbung (insbesondere mit EU-Bürokratie), Qualitäts-, Evaluations-, Akkreditierungsdebatten und ein entsprechendes Berichtswesen sowie neue Themen wie Kompetenzorientierung, Modularisierung, Modulprüfungen, Creditpunkte im Zusammenhang mit der Umstellung der Studiengänge. Normale Dienstaufgaben füllen schon aus. Aber insbesondere die neuen Anforderungen setzen eine gute Überlegung und Organisation voraus, wenn sie erfüllt werden sollen, ohne alle Zeitrahmen zu sprengen. Jede hier in Weiterbildung investierte Stunde spart Kraft und Zeit in der Alltagspraxis. Die Teilnehmer können (wie der systematisch ausgebildete wiss. Nachwuchs) als Ergebnis des Seminarprogramms ihre eigenen Belange professionell organisieren, ihre Interessen angemessen vertreten, Führungsaufgaben wahrnehmen und ihrer sozialen Verantwortung für die von ihnen abhängigen, ihnen unterstellten Bediensteten mit der nötigen Sensibilität und Umsicht nachkommen.
Häufig bestehen falsche Vorstellungen darüber, wie die Veranstaltungen aufgebaut sind. In seltenen Fällen treten Experten auf, die in Vortragsform Überblicke bieten oder empfehlenswerte Handlungsabläufe darstellen. Hier gilt besonders, was eingangs zu den Veranstaltungsformaten gesagt wurde: die Tendenz, zu wenig Zeit vorzusehen, zahlt sich nicht aus. Meist wird dann die Schwelle zwischen “Kennen lernen” und “selbst Handeln können” nicht überschritten. Letzteres aber, theoriegeleitete Handlungskompetenz, ist erklärtes Ziel auch dieser Weiterbildung. Daher werden die Themen in einem Wechsel aus Information und aktiver Erprobung auch in den Seminaren in Handlungszusammenhänge eingebettet.

3.2 Wissenschaftsmanagement

Programm “Wissenschaftsmanagement”
(Leitung und Organisation: Selbstorganisation, Lehrstuhl- und Forschungsorganisation)

  1. Wissenschaftsmanagement - Überblick (Wissenschaftsmanagement I)
    1.1 Rahmenbedingungen des Hochschulmanagements
    1.2 Felder des Hochschulmanagements
    1.3 Organisation eigener Beratungs-, Betreuungs-, Lehr- und Prüfungsaufgaben
    1.4 Organisation von Studiengängen und Prüfungen des Fachbereichs
    1.5 Personal: Führung, Förderung, Kommunikation, Konflikte
    1.6 Forschungsmanagement.
  2. Qualitätsmanagement der Lehre (Wissenschaftsmanagement II)
  3. Gestaltung des Wandels in Hochschulen und Fachbereichen (Change Management) (Wissenschaftsmanagement III)
  4. Crash-Kurs: Aufgaben kurz vor und nach einer Berufung (Wissenschaftsmanagement IV)
  5. Führung und Kommunikation in Fachbereichen, Instituten, Arbeitsgruppen und Lehrstühlen (einschl. Personalmanagement, Nachwuchsbetreuung und Sitzungsorganisation) (Wissenschaftsmanagement V)
  6. Einführung in Personal- und Organisationsentwicklung (P-OE) (Wissenschaftsmanagement VI)
  7. Forschungsmanagement (Projektentwicklung, Mitteleinwerbung, Projektablauf und -abschluss) (Wissenschaftsmanagement VII)
  8. Entwicklung des Forschungs- und Entwicklungsprofils einer Einrichtung (Hochschule, Fachbereich) (Wissenschaftsmanagement VIII).

3.3 Lehrkompetenz: Hochschuldidaktische Qualifizierung

Das reichhaltige Programm zum Erwerb oder Ausbau der Lehrkompetenz und alle auch einzeln zu besuchenden Veranstaltungen finden Sie im Detail hier:

Hochschuldidaktische Qualifizierung: Neue Form des Kompetenzerwerbs für die Lehre - Modularisierter Auf- und Ausbau der Lehrkompetenz

3.4 Speziell für den Nachwuchs

Wie empirische Studien gezeigt haben, lassen sich die notwendigen Felder der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses zu folgenden Bereichen zusammenfassen:

  1. Auf- und Ausbau der Lehrkompetenz
  2. Auf- und Ausbau der Forschungskompetenz (individuell und im Team)
  3. Informelle Einführung in die Expertenkultur des eigenen Faches
  4. eigenes Wissenschaftsmanagement / künftiges Lehrstuhlmanagement
  5. akademische Selbstverwaltung
  6. Eigene Fähigkeit zur (späteren) Förderung des wiss. Nachwuchses
  7. Orientierungswissen als Hochschullehrer/in.

    Einige der Themen werden am Besten im direkten Kontakt mit dem Mentor (Doktorvater u.ä.) oder dem Fachbereich, andere besser in Weiterbildungsseminaren gefördert, wie sie das IWBB anbietet. Die Teilnehmer können als Ergebnis des Seminarprogramms ihre eigenen Belange professionell organisieren, ihre Interessen angemessen vertreten, Führungsaufgaben wahrnehmen und ihrer sozialen Verantwortung für die ihnen unterstellten, von ihnen abhängigen Bediensteten mit der nötigen Sensibilität und Umsicht nachkommen.

4. Studierende (als Lernende, Beratende, Leitung von Tutorien u.ä.)

Veranstaltungen, die vereinbart werden können:

  • Studieren lernen - eine ideale Form der Einführung in das Studium
  • Das eigene Studium in die Hand nehmen: Warum ist es so wichtig, aktiv zu studieren - und wie fange ich das an?
  • Techniken der Vorbereitung auf Prüfungen
  • Als Akteur in der stud. Fachstudienberatung - wie bereite ich mich vor?
  • Ich soll Tutorien leiten: wo kann ich das lernen? (Vgl. Abschnitt 5, Kurs 2)

    Viele weitere Themen auf Anfrage.

5. Multiplikatoren in o.g. Themen, deren Aus- und Weiterbildung:

Ausbildungsprogramm im Bereich “Moderation/konzeptionelle Begleitung in der Personal- und Organisationsentwicklung an Hochschulen” Becoming an Academic Staff and Organizational Developer in Higher Education

Ab Sommer 2006 biete ich ein differenziertes Kurssystem zur Weiterqualifizierung im Bereich Moderation / Beratung / konzeptionelle Begleitung von Entwicklungsprozessen in Hochschulen an, darunter auch die Moderation hochschuldidaktischer Weiterbildung. Die Kurse sind modular aufeinander abgestimmt, gegenseitig durchlässig und bauen z.T. aufeinander auf.

Ziele
Die Absolvent/innen sollen die Kompetenz erwerben, auf verschiedenen Feldern Aus- und Weiterbildungsveranstaltungen zu planen und durchzuführen. Die Programme führen - je nach Wahl - zu unterschiedlichen Profilen und Abschlüssen.

Kurs 1: Moderation in der Weiterbildung/Erwachsenenbildung (WB/EB)

IWBB-Zertifikat: “Lehrkraft in der Weiterbildung/Erwachsenenbildung”

Kurs 2: Ausbildung zur Moderation von Tutorien - Tutorentraining (Orientierungs- und Fachtutorien)

IWBB-Zertifikat: “Trainer/in in der Leitung von Tutorien”

Kurs 3: Multiplikator/in beim Auf- und Ausbau der Lehrkompetenz (professionelle Hochschuldidaktik)

IWBB-Zertifikat: “Multiplikator/in beim Auf- und Ausbau der Lehrkompetenz (professionelle Hochschuldidaktik)”

Kurs 4: Moderator/innen und Berater/innen für Entwicklungs- und Wandlungsprozesse in Hochschulen (Change Agents/ Change Management)

IWBB-Zertifikat
: “Moderation und Beratung in Entwicklungs- und Wandlungsprozessen in Hochschulen (Change Management)”

Diese Zusatzstudien sind berufsbegleitend konzipiert. Änderungen an den Zertifikatsbezeichnungen sind vorbehalten. Die IWBB-Zertifikate sollen ein besonderes Gütesiegel werden, daher sind die Kurse besonders gründlich. Die Bestandteile des Zusatzstudiums sind modularisiert, sodass die Kurse z.T. aufeinander aufbauen und einige bereits absolvierte Module angerechnet werden; umgekehrt betrachtet: wer weitergehende Abschlüsse anstrebt, erwirbt z.T. mit geringen Zusätzen auch davor liegende Abschlüsse. Kurs 2 umfasst mit wenigen Zusatzveranstaltungen auch Kurs 1; Kurs 3 ebenso 1 und 2; Kurs 4 auf die gleiche Weise 1 und 3.

Voraussetzungen
Je nach Voraussetzungen werden in den Kursen individuell differenzierte Angebote gemacht, die zu unterschiedlicher Studienlänge führen (s.u.). Solche Voraussetzungen sind z.B.:

  1. Fachkompetenz im späteren Lehrgebiet (z.B. Fakultätsmanagement, Hochschulentwicklung), aber bisher keine Lehrerfahrungen und keine hochschuldidaktische Ausbildung
  2. Fachdisziplinäre Lehrerfahrung, aber keine systematische hochschulbezogene Vorbildung und keine Lehrerfahrung im Gegenstandsgebiet “Hochschulentwicklung”
  3. Fachdisziplinäre Lehrerfahrung, dazu einige hochschuldidaktische Ausbildung, auch im Gegenstandsgebiet “Hochschulentwicklung”
  4. Fachdisziplinäre Lehrerfahrung, dazu volle hochschuldidaktische Ausbildung (Gesamtzertifikat “Basiskompetenz in der Hochschullehre”).

Weitere Varianten sind denkbar. Daher werden im Einzelfall differenzierte Vereinbarungen getroffen.

Ort der Veranstaltungen
Die Seminare können entweder im IWBB in Bielefeld stattfinden (Übernachtung EZ 20 € mit Frühstück, Hauptmahlzeit 5-7 €) oder bei einer lokalen oder regionalen Gruppe von 10-16 Teilnehmenden auch vor Ort.

Kontakt/Koordination
Das Anmeldeverfahren ist zweistufig. A) Erste Interessensbekundung bis 31. März 2006 an Kathleen Gerber <gerber@iwbb.de> und Wolff-Dietrich Webler <webler@iwbb.de>; dann erhalten Sie weitere Informationen. Bitte geben Sie an, welche Abschlüsse Sie insgesamt anstreben. Wer diese mail erst nach dem 31.03. öffnet, kann sich auch dann noch melden; aber wir brauchen einen ersten Überblick schon Ende März. B) Verbindliche Anmeldung bis 23. April 2006 mit Darstellung der Studienvoraussetzungen, adressiert an die gleichen Personen.
Wer starkes Interesse an einer Teilnahme hat, aber im Sommer/Herbst zeitliche Schwierigkeiten für sich vorhersieht, sollte ebenfalls Kontakt aufnehmen. Es könnte sein, dass eine zweite Gruppe gebildet wird, die etwas später beginnt.

Beginn und Dauer
Die Kurse sind in unterschiedlicher zeitlicher Dichte der Termine denkbar. Je nach Kurs wird z.Z. von einer Dauer von 6 (Kurs 1) bis 18 Monaten (Kurs 4) ausgegangen. Über Blockveranstaltungen kann die Dauer stark verkürzt werden.
Der Beginn und die weiteren Termine werden mit den Angemeldeten vereinbart. Ein guter Auftakt, bei dem Vieles geklärt werden könnte und bei dem die Gruppe gut zusammenwachsen könnte, wäre das Brückenwochenende im Mai, beginnend mit Christi Himmelfahrt: Donnerstag/Freitag/Samstag 25./26./27. Mai 2006. Falls das ausscheidet, könnten wir auch ein “normales” Wochenende wählen: FR/SA ohne Sonntag oder unter Einschluss von Sonntag Vormittag.
Aber vor Terminfragen muß als erstes das grundsätzliche Interesse geklärt werden.

Kosten
Je nach Voraussetzungen und angestrebtem Abschluss ergibt sich eine unterschiedliche Zahl benötigter Veranstaltungen; daraus ergeben sich gestaffelte Kosten. Für die Übernahme der Kosten existieren verschiedene Modelle, die mit den Beteiligten geprüft werden.