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1. Hochschul-, Fakultäts-, Fachbereichsleitungen
(Präsidien, Dekanate u.ä.)
1.1 Themengebiet “Fachbereichs- bzw. Fakultätsmanagement”
Eine Weiterbildungsserie für Dekane, Studiendekane und Fachbereichs-geschäftsführer/innen
I. Heutige und künftige Anforderungen an
Akteure des Fachbereichs- bzw. Fakultätsmanagements
Mit der steigenden Autonomie der Hochschulen und Weitergabe der wachsenden
Spielräume an die dezentralen Organisationseinheiten einerseits und
der Stärkung der Fachbereichs- bzw. Fakultätsleitungen andererseits
sind quantitative Zuwächse der Aufgaben verbunden, die eine sorgfältigere
Organisation erfordern. Aber vor allem der qualitative Anstieg der Anforderungen
macht eine Professionalisierung der Leitung von Fachbereichen bzw. Fakultäten
unausweichlich. Die frühere kollegiale Koordination und Repräsentation
teilautonomer Lehrstühle ist längst einem komplexen Fachbereichsmanagement
gewichen, das nicht nebenher erledigt werden kann. Die Einführung
gestufter Studiengänge nach Bologna-Konzept mit ihrem unerwartet
hohen Beratungsbedarf, mit Kompetenzspektren, Praktika, studienbegleitenden
Prüfungen, mit Modulverantwortlichen und dem Anstieg ausländischer
Studierender, mit Akkreditierung, Evaluation und Reakkreditierung hat
sich eine neue, aufwendige Welt in Lehre und Studium aufgetan; mit den
Juniorprofessuren und ihrer Zwischenevaluation stellen sich neue, verantwortungsvolle
Aufgaben der qualifizierten Nachwuchsbetreuung; mit dem Globalhaushalt
und seiner dezentralen Verwaltung (auch des Personalhaushaltes), die neue
Planungsdimensionen eröffnet, mit Deckelung der Summen, Bildung von
Rücklagen und der steigenden Bedeutung von Drittmitteln, deren Einwerbung
und aufwändigen Verwaltung, um nur einige Organisationsfelder zu
benennen - mit all dem müssen Dekanatsmitglieder umgehen oder zumindest
aufsichtlich-urteilsfähig Bescheid wissen. Nichts dergleichen ist
Gegenstand der normalen Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses,
die man selbst genossen hat: Weiterbildung ist unausweichlich, wenn der
Fachbereich nicht Schaden nehmen will. Das nachfolgende Programm - von
Experten, Routiniers und intimen Kennern der Hochschulszene durchgeführt
- bietet hier qualifizierte Abhilfe. Jede Stunde - dort verbracht - spart
viele Stunden Verwaltung und Organisation, ist zwar keine Erfolgsgarantie,
aber hilft zumindest Niederlagen zu vermeiden.
II. Was können die Teilnehmer nach Absolvieren
dieses Programms? (Kompetenzspektrum)
Die Teilnehmer erwerben zu allererst Kenntnisse, Sensibilität, Urteilsfähigkeit,
um die anstehenden Themen nicht zu unterschätzen und differenziert
sehen zu lernen; sie lernen, welche Probleme der Fachbereich selber lösen
kann und auf welchen Wegen; wo die Grenzen - auch der Rentabilität
einer dilettantischen “Neuerfindung des Rades” - liegen, wo
Experten für die professionelle Lösung von Fachbereichsfragen
zu finden sind und welche Anforderungen an professionelle Lösungen
zu richten sind. Damit werden schon wichtige Schadensursachen für
den Fachbereich ausgeschlossen. Wo immer zeitlich möglich, werden
die Teilnehmer auch selbst befähigt, Problemlösungen zu entwickeln.
Auf jeden Fall lernen sie, Meinungs- und Willensbildungsprozesse in Fachbereichen
professionell zielorientiert und beschleunigend zu moderieren und natürliche
Interessenskonflikte auszugleichen bzw. kompromissorientiert zu verhandeln
und sich nicht als Konfliktpartei verschleissen zu lassen. Sie erwerben
die Fähigkeit, Prozesse des Wandels professionell zu leiten (Change
Management).
III. Veranstaltungen im Fachbereichs- bzw. Fakultätsmanagement
(Veranstaltungsform: Zwischen Halbtags- und 2-Tage-Blockveranstaltungen
vereinbar, verteilt über mehrere Termine oder als Blockveranstaltung;
i.d.R. eintägige Veranstaltungen)
Veranstaltungen für Hochschul- und Fachbereichsleitungen
gleichermassen
- die Hochschule
in ihrer Region (Nachbarhochschulen, Verhältnis Hochschule/Stadt,
Regierungsbezirk, IHK, Kirchen, Gymnasien usw.)
- Internationaler
Austausch (Programmatik, DAAD, Partnerhochschulen, Dozenten- und Studierendenaustausch
usw.)
- Aufbau von
“schlanken”, effektiven Qualitätssicherungssystemen:
Qualitätsmanagement in Forschung, Lehre und Studium (Prozesse der
Evaluation in Forschung und Entwicklung; effektive und effiziente Evaluation
von Lehre und Studium - Etablierung eines Frühwarnsystems)
- Steuerung
durch Zielvereinbarungen zwischen Hochschulleitung und Fachbereichen,
zwischen Dekanat und Professoren - Chancen und erhebliche Gefahren
- Entwicklung
des spezifischen Forschungs- und Entwicklungsprofils einer Einrichtung
(Hochschule oder Fachbereich)
- Entwicklung
einer professionellen Berichterstattung durch Forschungs- und Lehrberichte
- Entwicklung
der Internationalität eines Fachbereichs/einer Hochschule in Forschung,
Lehre und Studium
- Entwicklung
des Leitbildes eines Fachbereichs/einer Hochschule
- Gestaltung
des Wandels in Hochschulen und Fachbereichen (Professionelles Change
Management).
Veranstaltungen speziell für Fachbereichsleitungen
- Rolle und
Selbstverständnis des Dekans und des Studiendekans
- Zukunftsperspektiven
entwickeln: Profilbildung, Strukturpläne und Zielvereinbarungen;
Entwicklungsplanung für den Fachbereich
- Binnenstruktur
der Fachbereiche: Optimale Organisation arbeitsteiliger Aufgabenwahrnehmung
in fachbereichs- und fachinternen Strukturen
- Haushaltsmanagement,
Einführung in den Globalhaushalt sowie die Kosten- und Leistungsrechnung,
Haushaltsmittelvergabe
- Personalmanagement
(“Stellen”-planung, Berufungsplanung, Personalführung,
-entwicklung, -einsatz, -aufsicht)
- Lehrerbildung
im Umbruch. Chancen und Probleme des Bologna-Prozesses
- Das Bologna-Konzept
gestufter BA- und MA-Studiengänge ohne Fehlentwicklung: Modularisierung,
Kompetenzorientierung, Leistungspunkte sowie “schlanke”
studienbegleitende Prüfungen und ihre Folgen für Lehre, Studium
und Prüfungen
- Akkreditierungs-
und Evaluationsverfahren und ihre Koordination
- Dekane und
Studierende des Fachbereichs - manchmal ein schwieriges Verhältnis,
aber auch eine Chance
- Führung
in Fachbereichen, Instituten, Arbeitsgruppen und Lehrstühlen (einschl.
Personalmanagement, Nachwuchsbetreuung und Mitarbeitergesprächen)
- FuE-Management
im Rahmen des Fachbereichs; interne FuE-Förderung durch Anreizsysteme
- Identität
und Fachbereichskultur, soziales Klima und Kommunikation (incl. Sitzungsmanagement)
- Konfliktmanagement
- Gebäude-/Raummanagement
- künftig ein Kostenfaktor
- Entwicklung
des Forschungs- und Entwicklungsprofils einer Einrichtung (Hochschule,
Fachbereich)
- Qualitätsmanagement
in Forschung, Lehre und Studium (Prozesse der Evaluation in Forschung
und Entwicklung; effektive und effiziente Evaluation von Lehre und Studium;
Umstellung auf gestufte Studiengänge: Studiengangsakkreditierung
und -management)
- Steuerung
durch Zielvereinbarungen zwischen Hochschulleitung und Fachbereichen,
zwischen Dekanat und Professoren - Chancen und erhebliche Gefahren
- Entwicklung
des spezifischen Forschungsprofils eines Fachbereichs oder ganzer Hochschulen
- Entwicklung
einer professionellen Berichterstattung durch Forschungsberichte
- Entwicklung
des Leitbildes eines Fachbereichs/einer Hochschule
- Gestaltung
des Wandels in Hochschulen und Fachbereichen (Change Management)
- Vertretung
des Fachbereichs innerhalb und außerhalb der Hochschule
- (jedes weitere
Seminarthema aus den Angeboten für andere Adressatengruppen)
- (viele Themen
können auf Wunsch vereinbart werden).
Aus diesen Einzelthemen lassen sich 6 Module zu einem
Curriculum zusammenziehen, wobei die Wahrung und Steigerung von Qualität
eine Querschnittsaufgabe darstellt.
- Rahmenbedingungen
von Hochschulen
- Management
von Veränderungen (Nichts ist so stabil wie der Wandel)
- Führungsmodelle
und -instrumente von Hochschulen
- Personalmanagement
- Optimierung
von Lehre und Studium
- Optimierung
von Forschung und Entwicklung.
Weitere Informationen ggfls nachzufragen über: info@iwbb.de
Die Veranstaltungen können auch einzeln von neu eingestellten
Mitgliedern der Dekanatsverwaltung, z.B. Dekanatsassistent/innen, Leitern
von Prüfungsämtern und Verwaltungsleitern besucht werden.
1.2 Dekane-Weiterbildung: Ein Beispiel
Rolle und Selbstverständnis der Dekane und
ihr Personalmanagement
Das Amt des Dekans ist zu einer der komplexesten Aufgaben
in den Hochschulen geworden - bisher ohne systematische Vorbereitung.
Weiterbildung ist unvermeidlich geworden. In der bevorstehenden Veranstaltung
wird ein sehr praxisnaher Einstieg angeboten, der aktuelle Probleme aufgreift
und Lösungen anbietet. Für Folgeveranstaltungen haben die Anwesenden
die Möglichkeit, ihren Weiterbildungsbedarf zu benennen. Die Tagesveranstaltung
bietet einen Einstieg in den Umgang mit den eigenen Aufgaben. Sie besteht
aus einem Wechsel von Information, Erfahrungsaustausch und Entwicklung
neuer Lösungen. Aus diesem Einstieg und Überblick können
Vertiefungsbedürfnisse entstehen, die in weitere Treffen zum Konfliktmanagement,
Change Management und zum Personalmanagement münden.
Beispiele im Bereich von Rolle und Selbstverständnis:
Wie gehe ich mit den widersprüchlichen Erwartungen an Dekane um (Rollenvielfalt)?
- umsichtiger
Vertreter der Gesamtinteressen des Fachbereichs
- Verteidiger
der kollegialen Interessen/Partikularinteressen des Kollegiums
- loyaler Kollege,
“der bald ins Glied zurücktreten wird”
- Dolmetscher
und Agent der Hochschulleitung
- Sheriff (Durchsetzung
von Law and Order im Fachbereich, auch gegen unmittelbare Kollegen)
- Förderer
des wiss. Nachwuchses
- integrativer
Moderator studentischer Interessen
- Zukunftsplaner/-entwickler
des Fachbereichs
- Mediator
für Konflikte (insbesondere im engern Kollegium)
- Begrenzung
des Schadens durch das Amt für die eigene Karriere als Wissenschaftler
Beispiele
im Bereich des Personalmanagements:
Wie baue ich ein ausreichend komplexes System des Personalmanagements
auf?
- Entwicklung
eines Personalkonzepts (darunter Personalauf- und -abbau)
- Aufbau einer
Personalentwicklung im wissenschaftlichen und nichtwissenschaftlichen
Bereich
- “Selbstergänzung
in Berufungen”: Optimierung dieses Tabubereichs, Auswahlkriterien
für die Besten
- Förderkonzepte
zur Förderung qualifizierten Nachwuchses
- Aufbau von
Juniorprofessuren
- eigene Weiterbildung
als Dekan.
Weitere Veranstaltungsthemen:
- Konfliktmanagement
- Organisation
des Wandels (Change Management)
- Führung
und Kommunikation in Fachbereichen (einschl. Personalmanagement, Nachwuchsbetreuung
und Sitzungsorganisation)
- Coaching
von Rektoren, Präsidenten und Dekanen
- Themengebiet
“Organisationsentwicklung, Entwicklung von Studienprogrammen,
Einführung von Qualitätssicherungssystemen in Forschung, Lehre
und Studium”
Bei den nachfolgenden organisationsentwickelnden
Angeboten handelt es sich um ein Spektrum von Veranstaltungen,
das die Einleitung bzw. Durchführung realer Veränderungsprozesse
in Fachbereichen zum Ziel hat. Das Spektrum reicht von einführenden
Vorträgen in Fachbereichen zur jeweiligen Thematik über die
beratende Begleitung von Veränderungsprozessen, dann auch deren kontinuierlicher
Moderation bis zur aktiven Betreuung solcher Veränderungen, also
deren koordinierender Durchführung. Oft sind solche Prozesse auch
das Ergebnis zunächst eingeleiteter Evaluationsprojekte, die vorher
als Kooperationsprojekte mit dem IWBB bzw. seinem Vorgänger Projektgruppe
Hochschulevaluation durchgeführt worden sind.
Themenangebote (weitere sind vereinbar):
- Entwicklung
von Modulen in Studiengängen; Größe, inhaltliche Kennzeichnung;
Verhältnis von Kompetenzen und Inhalten?
- Einführung
von Leistungspunktsystemen; qualitative und quantitative Bewertung von
Leistungen im Studium
- Entwicklung
von Bachelor-Studiengängen und Vorbereitung ihrer Akkreditierung
- Entwicklung
von Masterstudiengängen und Vorbereitung ihrer Akkreditierung
- Entwicklung
der internationalen Komponenten in Studiengängen
- Einführung
eines Systems studienbegleitender Prüfungen - Multiplikation der
Korrekturlasten oder schlanke Form der Prüfungen?
- Einführung
von (sehr schlanken!) Qualitätssicherungs- und Berichtssystemen
in der Forschung
- Einführung
von (sparsamen, aber effektiven) Qualitätssicherungssystemen in
Lehre und Studium - Etablierung eines Frühwarnsystems
- Einführung
bzw. Umwandlung von Veranstaltungen nach dem Prinzip des problembasierten
Lernens (PBL)
- Abstimmung
zwischen Fachbezug und beruflicher Qualifikation durch Studium. Kompetenzprofile
von Absolventen als Leitmotiv der Curriculum- und Veranstaltungsplanung
- Einführung
eines Programms zur Vorbereitung von Tutor/innen auf ihren Einsatz
- Entwicklung
des spezifischen Forschungsprofils eines Fachbereichs oder ganzer Hochschulen
- Entwicklung
einer professionellen Berichterstattung durch Forschungsberichte
- Entwicklung
des Leitbildes eines Fachbereichs/einer Hochschule.
Weitere Informationen ggfls nachzufragen über: webler@iwbb.de
2. Mitglieder von Stäben in Ministerien,
Wissenschaftsorganisationen und Hochschul-verwaltungen (zentrale, dezentrale
Ebene)
2.1 Konzept
Die hier zu erfüllenden Aufgaben sind komplex. Sie lassen sich bisher
nur an wenigen Orten studieren. Daher haben neu in diese Aufgaben hineinwachsende
Kolleg/innen einen relativ grossen Einarbeitungsbedarf. Es fehlen sowohl
systematische Überblicke als auch gezielte Vertiefungen in Spezialthemen.
Aber auch einschlägig Berufserfahrene haben Weiterbildungsbedarf,
der sich nicht auf Tagungen befriedigen lässt. Der Professionalisierungsbedarf
auch dieser grossen Adressatengruppe steht in umgekehrtem Verhältnis
zur verfügbaren Zeit; trotzdem ist gezielte Weiterbildung ökonomischer
als ungebündelte eigene Aneignung im Alltag. Die Informationsbedürfnisse
aller Teile dieser Gruppe sind nicht deckungsgleich, aber weisen große
Überlappungsbereiche auf. Den Planern (und möglicherweise anderen
Teilgruppen ebenso) ergeht es ähnlich wie den Fachbereichsreferenten:
Auf ihren Schreibtischen kreuzen sich viele Vorgänge, an (fast) allen
Zukunftsplanungen sind sie beteiligt, oft zu Utopien aufgefordert, sollen
in (fast) allem kompetent sein - das geht nicht mit rechten Dingen zu.
Spezialisten können hier in der Weiterbildung auch weiterhelfen.
Nachfolgend wird ein spezielles WB-Programm bereitgestellt, mit dem Teilnehmer
das für ihre Aufgaben notwendige Wissen und Können erwerben
und erproben können. Naheliegender Weise gibt es Überlappungen
mit anderen Adressatengruppen, aber auch spezifische WB-Bedürfnisse.
2.2 Veranstaltungen
- Wissenschaftsfreiheit
und ihre Grenzen, Autonomie, Rechtsaufsicht, Fachaufsicht usw.
- Hochschulen
als Körperschaften öffentlichen Rechts und ihre Einbindung:
Hochschulrahmengesetz, Landesverfassung, Landeshochschulgesetz, Regierung,
Hochschulministerium, Landtag (Wissenschaftsausschuss), Hochschulrat/Kuratorium
(o.ä.)
- Kenntnis
des Aufbaus von Hochschulen (Organisation, Organe und ihre Aufgaben,
Aufbau der Zentralverwaltung, Studentenwerk, Verfasste Studierendenschaft
usw.)
- Einführung
und Vertiefung in das deutsche Bildungs- und Wissenschaftssystem, auch
im internationalen Vergleich
- Funktion
und Aufbau von Landesrektorenkonferenz, Hochschulrektorenkonferenz
- die Hochschule
in ihrer Region (Nachbarhochschulen, Verhältnis Hochschule/Stadt,
Regierungsbezirk, IHK, Kirchen, Gymnasien usw.)
- Internationaler
Austausch (Programmatik, DAAD, Partnerhochschulen, Dozenten- und Studierendenaustausch
usw.)
- Wichtigste
Organe von Lehre und Studium: Dt. Akkreditierungsrat, Akkreditierungsagenturen,
Senat, Fachbereichsrat, Studiendekan, Studienkommission
- Wichtigste
Organisationen in Forschung und Entwicklung (große Förderorganisationen,
wichtigste Förderprogramme, Rolle der EU, Antragsverfahren und
ihre Tücken...)
- Was ist Wissenschaft?
Was sind und wie sind Disziplinen organisiert? Fachkulturen. Auswirkungen
auf Persönlichkeitsstrukturen. Die Fachorganisationen / Fakultätentage.
- Was ist Forschung?
Wie werden Forschungsprozesse organisiert? Haupttypen und Sozialformen
der Forschung.
- Unterschiede
zwischen Schule und Hochschule. Was unterscheidet Hochschulen von anderen
gesellschaftlichen Dienstleistungseinrichtungen?
- Diversity-Management
und Inclusivity sowie Gender-Aspekte im Alltagshandeln der Hochschule
- Entwicklung
von landesweiten Hochschulsystemen: Profilbildung, Schwerpunktsetzung
oder Fusionen
- Incentive-
und indikatorgesteuerte Entwicklung von Hochschulleistungen: Machbarkeiten
und ihre (Fehl-)Steuerungsfolgen
- Strukturplanung
in der Forschung
- Förderung
und Fehlsteuerung von Studiengängen (Modularisierung, Regelung
studienbegleitender Prüfungen usw.)
- Aufbau realistischer,
ressourcenschonender Qualitätsmanagementsysteme
- Curriculumentwicklung
- Projektmanagement
- Changemanagement
- Wie arbeite
ich mich ein? Sensibilitäten
- typisches
Aufgabenspektrum: offizielle und in offizielle Aufgaben
- Beziehungsgeflecht
des eigenen Arbeitsplatzes: Verbindungen und Abgrenzungen
- Zeitmanagement
- (jedes weitere
Seminarthema aus den Angeboten für andere Adressatengruppen)
Viele Themen können spezifisch vereinbart werden.
3. Wissenschaftliche Mitglieder von Fakultäten
in Lehre, Forschung, Selbstverwaltung, Lehrstuhlmanagement (insbesondere
Auf- und Ausbau der Lehrkompetenz für Nachwuchswissenschaftler/innen)
3.1 Konzept
Für viele Tätigkeitsfelder von Professoren ist in der Vergangenheit
in der akademischen Karriere nicht ausgebildet worden; auch sind neue
Anforderungen hinzugekommen. Dazu zählen die noch immer steigende
Bedeutung der Drittmitteleinwerbung (insbesondere mit EU-Bürokratie),
Qualitäts-, Evaluations-, Akkreditierungsdebatten und ein entsprechendes
Berichtswesen sowie neue Themen wie Kompetenzorientierung, Modularisierung,
Modulprüfungen, Creditpunkte im Zusammenhang mit der Umstellung der
Studiengänge. Normale Dienstaufgaben füllen schon aus. Aber
insbesondere die neuen Anforderungen setzen eine gute Überlegung
und Organisation voraus, wenn sie erfüllt werden sollen, ohne alle
Zeitrahmen zu sprengen. Jede hier in Weiterbildung investierte Stunde
spart Kraft und Zeit in der Alltagspraxis. Die Teilnehmer können
(wie der systematisch ausgebildete wiss. Nachwuchs) als Ergebnis des Seminarprogramms
ihre eigenen Belange professionell organisieren, ihre Interessen angemessen
vertreten, Führungsaufgaben wahrnehmen und ihrer sozialen Verantwortung
für die von ihnen abhängigen, ihnen unterstellten Bediensteten
mit der nötigen Sensibilität und Umsicht nachkommen.
Häufig bestehen falsche Vorstellungen darüber, wie die Veranstaltungen
aufgebaut sind. In seltenen Fällen treten Experten auf, die in Vortragsform
Überblicke bieten oder empfehlenswerte Handlungsabläufe darstellen.
Hier gilt besonders, was eingangs zu den Veranstaltungsformaten gesagt
wurde: die Tendenz, zu wenig Zeit vorzusehen, zahlt sich nicht aus. Meist
wird dann die Schwelle zwischen “Kennen lernen” und “selbst
Handeln können” nicht überschritten. Letzteres aber, theoriegeleitete
Handlungskompetenz, ist erklärtes Ziel auch dieser Weiterbildung.
Daher werden die Themen in einem Wechsel aus Information und aktiver Erprobung
auch in den Seminaren in Handlungszusammenhänge eingebettet.
3.2 Wissenschaftsmanagement
Programm “Wissenschaftsmanagement”
(Leitung und Organisation: Selbstorganisation, Lehrstuhl- und Forschungsorganisation)
- Wissenschaftsmanagement
- Überblick (Wissenschaftsmanagement I)
1.1 Rahmenbedingungen
des Hochschulmanagements
1.2 Felder des Hochschulmanagements
1.3 Organisation eigener Beratungs-, Betreuungs-, Lehr- und Prüfungsaufgaben
1.4 Organisation von Studiengängen und Prüfungen des Fachbereichs
1.5 Personal: Führung, Förderung, Kommunikation, Konflikte
1.6 Forschungsmanagement.
- Qualitätsmanagement
der Lehre (Wissenschaftsmanagement II)
- Gestaltung
des Wandels in Hochschulen und Fachbereichen (Change Management)
(Wissenschaftsmanagement III)
- Crash-Kurs:
Aufgaben kurz vor und nach einer Berufung (Wissenschaftsmanagement IV)
- Führung
und Kommunikation in Fachbereichen, Instituten, Arbeitsgruppen und Lehrstühlen
(einschl. Personalmanagement, Nachwuchsbetreuung und Sitzungsorganisation)
(Wissenschaftsmanagement V)
- Einführung
in Personal- und Organisationsentwicklung (P-OE) (Wissenschaftsmanagement
VI)
- Forschungsmanagement
(Projektentwicklung, Mitteleinwerbung, Projektablauf und -abschluss)
(Wissenschaftsmanagement VII)
- Entwicklung
des Forschungs- und Entwicklungsprofils einer Einrichtung (Hochschule,
Fachbereich) (Wissenschaftsmanagement VIII).
3.3 Lehrkompetenz:
Hochschuldidaktische Qualifizierung
Das reichhaltige Programm zum Erwerb oder Ausbau der Lehrkompetenz und
alle auch einzeln zu besuchenden Veranstaltungen finden Sie im Detail
hier:
Hochschuldidaktische
Qualifizierung: Neue Form des Kompetenzerwerbs für die Lehre - Modularisierter
Auf- und Ausbau der Lehrkompetenz
3.4 Speziell für den Nachwuchs
Wie empirische Studien gezeigt haben, lassen sich die notwendigen Felder
der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses zu folgenden Bereichen
zusammenfassen:
- Auf- und
Ausbau der Lehrkompetenz
- Auf- und
Ausbau der Forschungskompetenz (individuell und im Team)
- Informelle
Einführung in die Expertenkultur des eigenen Faches
- eigenes Wissenschaftsmanagement
/ künftiges Lehrstuhlmanagement
- akademische
Selbstverwaltung
- Eigene Fähigkeit
zur (späteren) Förderung des wiss. Nachwuchses
- Orientierungswissen
als Hochschullehrer/in.
Einige der Themen werden am Besten im direkten Kontakt mit dem Mentor
(Doktorvater u.ä.) oder dem Fachbereich, andere besser in Weiterbildungsseminaren
gefördert, wie sie das IWBB anbietet. Die Teilnehmer können
als Ergebnis des Seminarprogramms ihre eigenen Belange professionell
organisieren, ihre Interessen angemessen vertreten, Führungsaufgaben
wahrnehmen und ihrer sozialen Verantwortung für die ihnen unterstellten,
von ihnen abhängigen Bediensteten mit der nötigen Sensibilität
und Umsicht nachkommen.
4.
Studierende (als Lernende, Beratende, Leitung von Tutorien u.ä.)
Veranstaltungen, die vereinbart werden können:
- Studieren
lernen - eine ideale Form der Einführung in das Studium
- Das eigene
Studium in die Hand nehmen: Warum ist es so wichtig, aktiv zu studieren
- und wie fange ich das an?
- Techniken
der Vorbereitung auf Prüfungen
- Als Akteur
in der stud. Fachstudienberatung - wie bereite ich mich vor?
- Ich soll
Tutorien leiten: wo kann ich das lernen? (Vgl. Abschnitt 5, Kurs 2)
Viele weitere Themen auf Anfrage.
5. Multiplikatoren in o.g. Themen, deren Aus-
und Weiterbildung:
Ausbildungsprogramm im Bereich “Moderation/konzeptionelle Begleitung
in der Personal- und Organisationsentwicklung an Hochschulen” Becoming
an Academic Staff and Organizational Developer in Higher Education
Ab Sommer 2006 biete ich ein differenziertes Kurssystem
zur Weiterqualifizierung im Bereich Moderation / Beratung / konzeptionelle
Begleitung von Entwicklungsprozessen in Hochschulen an, darunter auch
die Moderation hochschuldidaktischer Weiterbildung. Die Kurse sind modular
aufeinander abgestimmt, gegenseitig durchlässig und bauen z.T. aufeinander
auf.
Ziele
Die Absolvent/innen sollen die Kompetenz erwerben, auf verschiedenen Feldern
Aus- und Weiterbildungsveranstaltungen zu planen und durchzuführen.
Die Programme führen - je nach Wahl - zu unterschiedlichen Profilen
und Abschlüssen.
Kurs 1: Moderation in der Weiterbildung/Erwachsenenbildung
(WB/EB)
IWBB-Zertifikat: “Lehrkraft in der Weiterbildung/Erwachsenenbildung”
Kurs 2: Ausbildung zur Moderation von
Tutorien - Tutorentraining (Orientierungs- und Fachtutorien)
IWBB-Zertifikat: “Trainer/in in der Leitung von
Tutorien”
Kurs 3: Multiplikator/in beim Auf- und
Ausbau der Lehrkompetenz (professionelle Hochschuldidaktik)
IWBB-Zertifikat: “Multiplikator/in beim Auf- und
Ausbau der Lehrkompetenz (professionelle Hochschuldidaktik)”
Kurs 4: Moderator/innen und Berater/innen
für Entwicklungs- und Wandlungsprozesse in Hochschulen (Change Agents/
Change Management)
IWBB-Zertifikat: “Moderation und Beratung in Entwicklungs-
und Wandlungsprozessen in Hochschulen (Change Management)”
Diese Zusatzstudien sind berufsbegleitend konzipiert.
Änderungen an den Zertifikatsbezeichnungen sind vorbehalten. Die
IWBB-Zertifikate sollen ein besonderes Gütesiegel werden, daher sind
die Kurse besonders gründlich. Die Bestandteile des Zusatzstudiums
sind modularisiert, sodass die Kurse z.T. aufeinander aufbauen und einige
bereits absolvierte Module angerechnet werden; umgekehrt betrachtet: wer
weitergehende Abschlüsse anstrebt, erwirbt z.T. mit geringen Zusätzen
auch davor liegende Abschlüsse. Kurs 2 umfasst mit wenigen Zusatzveranstaltungen
auch Kurs 1; Kurs 3 ebenso 1 und 2; Kurs 4 auf die gleiche Weise 1 und
3.
Voraussetzungen
Je nach Voraussetzungen werden in den Kursen individuell differenzierte
Angebote gemacht, die zu unterschiedlicher Studienlänge führen
(s.u.). Solche Voraussetzungen sind z.B.:
- Fachkompetenz
im späteren Lehrgebiet (z.B. Fakultätsmanagement, Hochschulentwicklung),
aber bisher keine Lehrerfahrungen und keine hochschuldidaktische Ausbildung
- Fachdisziplinäre
Lehrerfahrung, aber keine systematische hochschulbezogene Vorbildung
und keine Lehrerfahrung im Gegenstandsgebiet “Hochschulentwicklung”
- Fachdisziplinäre
Lehrerfahrung, dazu einige hochschuldidaktische Ausbildung, auch im
Gegenstandsgebiet “Hochschulentwicklung”
- Fachdisziplinäre
Lehrerfahrung, dazu volle hochschuldidaktische Ausbildung (Gesamtzertifikat
“Basiskompetenz in der Hochschullehre”).
Weitere Varianten
sind denkbar. Daher werden im Einzelfall differenzierte Vereinbarungen
getroffen.
Ort der Veranstaltungen
Die Seminare können entweder im IWBB in Bielefeld stattfinden (Übernachtung
EZ 20 € mit Frühstück, Hauptmahlzeit 5-7 €) oder bei
einer lokalen oder regionalen Gruppe von 10-16 Teilnehmenden auch vor
Ort.
Kontakt/Koordination
Das Anmeldeverfahren ist zweistufig. A) Erste Interessensbekundung bis
31. März 2006 an Kathleen Gerber <gerber@iwbb.de>
und Wolff-Dietrich Webler <webler@iwbb.de>;
dann erhalten Sie weitere Informationen. Bitte geben Sie an, welche Abschlüsse
Sie insgesamt anstreben. Wer diese mail erst nach dem 31.03. öffnet,
kann sich auch dann noch melden; aber wir brauchen einen ersten Überblick
schon Ende März. B) Verbindliche Anmeldung bis 23. April 2006 mit
Darstellung der Studienvoraussetzungen, adressiert an die gleichen Personen.
Wer starkes Interesse an einer Teilnahme hat, aber im Sommer/Herbst zeitliche
Schwierigkeiten für sich vorhersieht, sollte ebenfalls Kontakt aufnehmen.
Es könnte sein, dass eine zweite Gruppe gebildet wird, die etwas
später beginnt.
Beginn und Dauer
Die Kurse sind in unterschiedlicher zeitlicher Dichte der Termine denkbar.
Je nach Kurs wird z.Z. von einer Dauer von 6 (Kurs 1) bis 18 Monaten (Kurs
4) ausgegangen. Über Blockveranstaltungen kann die Dauer stark verkürzt
werden.
Der Beginn und die weiteren Termine werden mit den Angemeldeten vereinbart.
Ein guter Auftakt, bei dem Vieles geklärt werden könnte und
bei dem die Gruppe gut zusammenwachsen könnte, wäre das Brückenwochenende
im Mai, beginnend mit Christi Himmelfahrt: Donnerstag/Freitag/Samstag
25./26./27. Mai 2006. Falls das ausscheidet, könnten wir auch ein
“normales” Wochenende wählen: FR/SA ohne Sonntag oder
unter Einschluss von Sonntag Vormittag.
Aber vor Terminfragen muß als erstes das grundsätzliche Interesse
geklärt werden.
Kosten
Je nach Voraussetzungen und angestrebtem Abschluss ergibt sich eine unterschiedliche
Zahl benötigter Veranstaltungen; daraus ergeben sich gestaffelte
Kosten. Für die Übernahme der Kosten existieren verschiedene
Modelle, die mit den Beteiligten geprüft werden.
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